Göttingen. Bürger haben im vergangenen Jahr erneut in großem Umfang Flaschenpfand gespendet. Mit dem gesammelten Geld für das Projekt „BonBons“ soll sozial benachteiligten Menschen geholfen werden.
Das Projekt wurde vor drei Jahren von der Göttinger Tafel und dem Straßenmagazin Tagessatz ins Leben gerufen. Im Jahr 2013 kamen 4 883,33 Euro zusammen, 2014 waren es schon 7 851,13 Euro, wie Martina May von der Göttinger Tafel und Ute Kahle vom Verein Tagessatz erklärten.

Das Spenden für das Projekt „BonBons – für sozial Benachteiligte“ funktioniert einfach: Neben vielen Leergutautomaten in Göttinger Supermärkten sind kleine, rote Boxen angebracht. Darin werden die gespendeten Pfandbons gesammelt.
Obwohl die Beträge meistens sehr gering sind, leisten sie in Summe Großes. Sie kommen sozialen Einrichtungen zugute, die mit dem Geld Projekte fördern, um Menschen in sozialer Not zu helfen. Das Geld könne ohne Umwege in neue Initiativen fließen, weil die Gesamtkosten des Projekts durch die Unterstützung von Stiftungen bereits gedeckt seien, heißt es auf der Internetseite.

Die Metallausbildungswerkstatt des Offenen Jugendvollzugs Göttingen übernahm die Herstellung der Pfandboxen zum Materialpreis. Berufliche Qualifikationen dienen als Präventionsmaßnahme, damit Jugendliche nach der Entlassung nicht wieder straffällig werden.
wes

Quelle: Blick: „BonBons“ bringen Rekord-Erlös: 10 618,08 Euro Flaschenpfand für soziale Projekte