Mit dem Einsammeln von Pfandbons will das Projekt „Bon-Bons“ künftig sozial benachteiligte Menschen unterstützen. Die Pfandbons sollen in roten Boxen gesammelt werden, die in Supermärkten neben Leergutautomaten angebracht werden.

Göttingen. Die erste Sammelbox ist nun in Anwesenheit von Göttingens Bürgermeister Wilhelm Gerhardy (CDU) und Projektleiter Khoa Ly im Real-Markt im Kauf Park installiert worden. Die Spender verzichteten lediglich auf ihr Pfandgeld. Dies könne aber wirkungsvoll der Göttinger Tafel und dem Straßenmagazin Tagessatz bei ihren sozialen Aufgaben helfen, denn das Geld komme den beiden Einrichtungen ohne Umwege zugute, heißt es in einer Projektbeschreibung. Nach und nach sollen in Göttingen Sammelboxen in sieben Supermärkten angebracht werden.

Träger des Projekts sind neben der Göttinger Tafel und dem Tagessatz das diakonische Werk Kassel und die Heilsarmee Kassel. In der nordhessischen Stadt soll das Projekt in etwa zwei Monaten starten, wenn Erfahrungen aus dem Testlauf in Göttingen vorliegen.

Spende per Knopfdruck am Rückgabeautomaten

Die Spenden könnten auch deshalb direkt in die sozialen Einrichtungen fließen, weil die Projektkosten durch die Unterstützung von Stiftungen schon gedeckt seien, heißt es auf der Internetseite pfandbonbons.de. Projekt-Finanzierer sind die Camelo-und-Guiseppa-Papotto-Stiftung, die Susanne-und-Gerd-Liftin-Stifung sowie die Göttinger milde Stiftung. Die roten Sammelkästen werden von der Metallausbildungswerkstatt des offenen Jugendvollzugs Göttingen, einer Abteilung der Jugendanstalt Hameln, gefertigt.

In anderen deutschen Supermarkt-Ketten haben Kunden bereits seit einigen Jahren die Möglichkeit, Pfandbons für die Deutschen Tafeln zu spenden. Dies kann teilweise auch einfach per Knopfdruck am Rückgabeautomaten geschehen, wobei auch Teilspenden möglich sind.

erschienen am 25.01.2013 im Göttinger Tageblatt
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